Es ist im Grund genommen nur ein paar Monate her, da herrschte die gleiche Aufregung auf der US-Dollar-Seite: Die bösen, bösen Amerikaner mit ihrer fiesen Schuldenpolitik gefährden das Währungsgleichgewicht – hieß es da jahrelang von allen Seiten!
Der US-Dollar MÜSSE folgerichtig ins Bodenlose fallen! Richtig ist, der US-Dollar MUSS gar nichts! Und fallen erst recht nicht…
Und jetzt haben wir die umgedrehte Situation: Plötzlich stellt Europa fest, dass die Kritik in Richtung USA unberechtigt war und der eigene Sumpf zumindest gleich tief ist…und: Jetzt reagiert man ähnlich – man stopft die Löcher mit frischem Geld…nur: Eben wieder mal später als die USA, weshalb diese in den Punkten Währung und Wirtschaft wieder die Nase vorn haben….. und bitte schön, warum sollte daher der Euro an Vertrauen gegenueber dem Dollar einbuessen? Weil die EZB jetzt auch macht, was die US-Federal Reserve schon immer tut?
Die 16 Staaten des EURO-Raumes repräsentieren eine Bevölkerung von 329.000.000 Einwohnern. Griechenland hat rund 11 Mio. und somit einen Anteil von 3,3%. So Pleite kann Griechenland gar nicht sein, dass dies den EUR in seinen Grundfesten wirklich ernsthaft gefährden könnte. Natürlich gibt es noch andere Kanditaten mit einem ähnlichen Gefahrenpotential. Aber, die derzeitige Hysterie um diese 3,3% ist schon phänomenal. Man sollte nicht vergessen, dass es Massenstreiks, Demos und Straßenschlachten in Griechenland immer schon gegeben hat. Auch daran erkennt man die grundlegend differenzierte Mentalität im Vergleich zu mitteleuropäischen Staaten.
Wem nützt nun diese Hysterie? Nun in jedem Fall einmal den Spekulanten, die sich diese Chance der allg. Verunsicherung natürlich nicht nehmen lassen. Aber es nützt auch den Griechen selbst, denn sie werden durch diese nun nicht mehr aufschiebbaren Radikalmaßnahmen viel stärker aus der Krise herauskommen.
Es hilft aber auch den anderen EURO-Staaten, denn diese sehen nun ganz klar wie weit das Desaster gehen kann. Und, dass man mit Minimaßnahmen nichts erreicht. Große Schritte brauchen Mut und Entschlossenheit der Entscheidungsträger und die Rückendeckung der Bevölkerung. Diese Rückendeckung wird angesichts der Bilder aus Griechenland nun wesentlich wahrscheinlicher. Auch die EURO-Länder profitieren aus diesem Desaster, denn nun wird endlich gehandelt und dies führt zur Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des EUROS.
Fazit: Die Krise in Griechenland ist gut für den EURO-Raum, denn nun wird ernsthaft gehandelt und die Früchte dieser Maßnahmen werden schon bald sichtbar werden. Die extreme Hysterie macht dem Laien Angst, aber sie ist produktiv für nachhaltige und längst überfällige Änderungen. Sehen Sie auch den aktuellen Währungs-Chart von EUR und USD << €-$ – Kurs >> (sehr aufschlussreich)




















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