Na Sie wissen schon! Diese kleinst mögliche Einheit die unser Gehirn wahrnehmen kann.
Themenwechsel: Ich wohne in einer historischen Straße, in einer kleinen liebenswürdigen Stadt. Das ist genauso gemütlich wie es klingt.
Meistens – ich oute mich jetzt als Discounterkunde – gehe ich in diese großen Geschäfte mit den prall gefüllten Regalen und den Menschen welche diese befüllen. Wo wir alle durch die vorgegebenen Regalzeilen mit unseren Einkaufswägen marschieren und mehr kaufen als wir eigentlich brauchen. Der einzige Kontakt der da in der Regel entsteht ist die Frage der Kassiererin: „Karte oder Cash?“.
Letztens war ich dann wieder in meiner historischen Straße, in der kleinen liebenswürdigen Stadt in dem noch kleineren „Tante-Emma-Laden“, der seit 50 Jahren in Familienbesitz ist. Da kaufe ich nur die Dinge ein, die ich aufgrund der Reizüberflutung beim Discounter vergessen habe. Unwichtige Dinge wie Salat, Schinken und Salz.
Anstelle der unwichtigen Dinge habe ich jetzt übrigens eine digitale Küchenwaage daheim, die es beim Discounter zum „Hammerschnäppchensparpreis“ gab und ich wahrscheinlich 5 mal in den nächsten 60 Jahren verwende. Aber das ist eine andere Geschichte.
Zurück zum „Tante-Emma-Laden“: Ich schnappe mir also den Salat und gehe zur Kasse, die Firmeninhaberin ist mit Ihren 90 noch sehr rüstig und fragt: „Aha gibt´s bei Ihnen heute Salat? Da hätten wir für Sie als ernährungsbewussten jungen Mann noch Putenschnitzel im Angebot!“ Ich denke mir: Klingt gut. Zurück zur Fleischtheke, da steht der Sohn. Ca. 60 Jahre. Ich lasse mir abwiegen. Bio natürlich. Er erzählt mir „by the way“ die neuesten Geschichten aus dem Ort. Ich werde ruhig, gelassen. Dann: „Sie fahren doch Rennrad, wir haben gerade das neue Rennradmagazin bekommen, wäre das nicht was für Sie?“. Ich stutze, er drückt mir das Magazin in die Hand. Ich bedanke mich, wir reden noch zwei Takte und schließlich zahle ich. An der Kasse drückt mir die ältere Dame noch den Angebotsflyer in die Hand und meint: „Nächste Woche haben wir mageren Schinken im Angebot, den haben Sie doch letzte Woche auch gekauft“.
Beim Rausgehen denke ich mir: „Mann, Customer Relashionship Management, Cross-Selling und individuelles Marketing der allerfeinsten Art und doch so einfach. Und ich hatte es: ein positives Gefühl, Kontakt mit Menschen, habe bekommen was ich brauche und ein paar News noch dazu. Ich hatte ein Momentum!“
Und auf einmal wird mir wieder klar warum ich meinen Beruf so liebe: Marketing bringt die zusammen die verkaufen und die, die kaufen. Aber vor allem bringt es Menschen zusammen.




















