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Artikel vom Mai 2010

Schulz Christian

Hatten Sie heute schon ein Momentum?

von am 17.05.2010 in Kategorie Marketing

Na Sie wissen schon! Diese kleinst mögliche Einheit die unser Gehirn wahrnehmen kann.

Themenwechsel: Ich wohne in einer historischen Straße, in einer kleinen liebenswürdigen Stadt. Das ist genauso gemütlich wie es klingt.

Meistens – ich oute mich jetzt als Discounterkunde – gehe ich in diese großen Geschäfte mit den prall gefüllten Regalen und den Menschen welche diese befüllen. Wo wir alle durch die vorgegebenen Regalzeilen mit unseren Einkaufswägen marschieren und mehr kaufen als wir eigentlich brauchen. Der einzige Kontakt der da in der Regel entsteht ist die Frage der Kassiererin: „Karte oder Cash?“.

Letztens war ich dann wieder in meiner historischen Straße, in der kleinen liebenswürdigen Stadt in dem noch kleineren „Tante-Emma-Laden“, der seit 50 Jahren in Familienbesitz ist. Da kaufe ich nur die Dinge ein, die ich aufgrund der Reizüberflutung beim Discounter vergessen habe. Unwichtige Dinge wie Salat, Schinken und Salz.

Anstelle der unwichtigen Dinge habe ich jetzt übrigens eine digitale Küchenwaage daheim, die es beim Discounter zum „Hammerschnäppchensparpreis“ gab und ich wahrscheinlich 5 mal in den nächsten 60 Jahren verwende. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zum „Tante-Emma-Laden“: Ich schnappe mir also den Salat und gehe zur Kasse, die Firmeninhaberin ist mit Ihren 90 noch sehr rüstig und fragt: „Aha gibt´s bei Ihnen heute Salat? Da hätten wir für Sie als ernährungsbewussten jungen Mann noch Putenschnitzel im Angebot!“ Ich denke mir: Klingt gut. Zurück zur Fleischtheke, da steht der Sohn. Ca. 60 Jahre. Ich lasse mir abwiegen. Bio natürlich. Er erzählt mir „by the way“ die neuesten Geschichten aus dem Ort. Ich werde ruhig, gelassen. Dann: „Sie fahren doch Rennrad, wir haben gerade das neue Rennradmagazin bekommen, wäre das nicht was für Sie?“. Ich stutze, er drückt mir das Magazin in die Hand. Ich bedanke mich, wir reden noch zwei Takte und schließlich zahle ich. An der Kasse drückt mir die ältere Dame noch den Angebotsflyer in die Hand und meint: „Nächste Woche haben wir mageren Schinken im Angebot, den haben Sie doch letzte Woche auch gekauft“.

Beim Rausgehen denke ich mir: „Mann, Customer Relashionship Management, Cross-Selling und individuelles Marketing der allerfeinsten Art und doch so einfach. Und ich hatte es: ein positives Gefühl, Kontakt mit Menschen, habe bekommen was ich brauche und ein paar News noch dazu. Ich hatte ein Momentum!“

Und auf einmal wird mir wieder klar warum ich meinen Beruf so liebe: Marketing bringt die zusammen die verkaufen und die, die kaufen. Aber vor allem bringt es Menschen zusammen.

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Scurek Marco

Betreuung – der ignorierte Konsumentenwunsch ?!

von am 17.05.2010 in Kategorie Allgemein

Marktforschungen im Bereich der Finanzdienstleistungen belegen immer wieder und das seit Jahren, dass der Wunsch nach Betreuung bei den Befragten stets ganz oben steht. Ein respektabler Prozentsatz würde auch dafür bezahlen! Das heißt im Umkehrschluss, dass die Betreuung seit jeher als unzureichend empfunden wird.

Obwohl der Markt so schnelllebig ist, dass es beinahe zu jeder beunruhigenden Schlagzeile ein neues, heilsames Produkt gibt, bleibt der Ruf nach Betreuung anscheinend ungehört.

Einmal mehr kann uns der sachliche Blick aus zwei verschiedenen Winkeln etwas Erkenntnis bringen.

Das Verlangen nach Betreuung aus Sicht der Kunden ist durchaus nachvollziehbar. Die Produktlandschaft, der persönliche Bedarf, die Märkte unterliegen einer ständigen Veränderung. Produktverbesserungen und das Ausnützen von Marktphasen erhöhen die Leistungen und senken Zahlungen, was letztendlich enorme Ersparnisse bedeutet und somit klar begehrenswert ist.

Aus Unternehmensicht dürfte klar sein, dass weniger Einnahmen für gleiche oder gar bessere Leistung weniger Gewinn bedeuten. Die Frage, ob ein Unternehmen jemanden anstellen/bezahlen wird der ausschließlich für Gewinnminderung verantwortlich ist, erübrigt sich wohl. Dies kann man übrigens auf viele Bereiche umlegen: Handy, Strom, Internetprovider, …

Somit wäre es wenig überraschend dieses Thema in den Wunschlisten der Konsumenten weiterhin ganz oben anzutreffen.

TIPP:
Versuchen Sie Gewissheit darüber zu erlangen für wen der Berater tatsächlich tätig ist. Der Versicherungsvertreter gilt auf Grund dieser Bezeichnung als entlarvt – er vertritt in erster Linie die Interessen der Versicherung, … wie der Kundenbetreuer zu seinem Namen kommt bleibt ein Rätsel.
Wenden Sie sich an jemanden, der vorrangig Ihre Interessen vertritt und auch über die erforderlichen Umsetzungsmöglichkeiten verfügt.

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