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Artikel vom Juni 2010

Hauser Wolfgang

Turbo für die Unternehmensfinanzierung

von am 15.06.2010 in Kategorie Finanzierungen, Unternehmen

Betriebliche Finanzierungen unterscheiden sich von privaten Finanzierungen in vielerlei Hinsicht. Besondere Beachtung verdient die steuerliche Perspektive. So sind Zinsleistungen bei betrieblichen Finanzierungen steuerlich absetzbar, bei privaten natürlich nicht.

Nun gibt es bekanntlich verschiedene Arten von Finanzierungen bzw. unterschiedliche Finanzierungsmodelle. Bei der tilgenden Finanzierungsform reduziert sich das Kreditvolumen kontinuierlich. Zeitgleich reduziert sich auch die Höhe der Zinszahlung kontinuierlich.

Anders verhält es sich bei endfälligen Finanzierungsmodellen. Hier bleibt der Kreditbetrag bis zum Tilgungszeitpunkt am Ende der Kreditlaufzeit gleich hoch. Dies bedeutet, dass sich die Kreditzinsen immer an den konstant hohen Kreditvolumen orientieren und somit während der gesamten Laufzeit gleich hoch sein werden.

Der steuerliche Effekt ist von den tatsächlich geleisteten Zinszahlungen abhängig und dies bedeutet, dass die endfällige Finanzierungsform wesentliche steuerliche Vorteile für den Kreditnehmer mit sich bringt.

Besonders überraschend ist die Dimension des finanziellen Vorteils. Bei einem Kreditvolumen von 1 Mio. EUR, einer Kreditlaufzeit von 15 Jahren und unter Berücksichtigung von diversen Umwegrentabilitäten beträgt der steuerliche Mehrwert zwischen 180.000,- und 330.000,- EUR.

Bei der Finanzierung haben viele Unternehmen meist nur zwie Dinge im Sinn:

  1. Hoffentlich bekomme ich überhaupt einen Kredit und
  2. Hoffentlich zu vernünftigen Zinsen bzw. Konditionen.

Schade, denn gerade bei Unternehmensfinanzierungen kann Unglaubliches erreicht werden, wenn Finanzierungsexperte und Steuerberater aus dem gleichen Hause stammen und sehr eng zusammenarbeiten.

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Schneider Johannes

Bergwandern, Bergklettern, Mountainbiken – Haftpflichtrisiko

von am 15.06.2010 in Kategorie Versicherungen

Der Sommer ist im Anmarsch und viele Menschen zieht es in die Berge – sei es zu Fuß oder auch mit dem Mountainbike.Für viele stellt sich dann auch die Frage: bin ich richtig versichert?

Eine der wichtigsten Absicherungen, welche jeder Sportler (und auch Nichtsportler) haben solle, ist eine entsprechende Haftpflichtversicherung. Gerade im Sportbereich ist das Haftungsrisiko oftmals ein sehr großes.

Typische Haftungsbeispiele:

  • Ein Mountainbikier übersieht einen Spaziergänger
  • Ein Mountainbiker beschädigt ein parkendes Auto
  • Ein Inline-Scater kollidiert mit einem Fahradfahrer
  • ….

Oft unterschätzt wird auch die Haftung für Bergwanderer und Bergsteiger gegenüber ihren Bergkameraden, für Schäden, die sie verursacht haben.

Denn der Grundsatz “keine Haftung bei typischen Gefahren in den Bergen” gilt nicht in jedem Fall. Hat jemand Steine losgetreten gilt das als „typische Gefahr der Berge“, die keine Haftung auslöst. Kritisch wird es in anderen Situationen, wenn die Gefahr vorhersehbar war und Unachtsamkeit vorliegt. In so einem Fall haftet dieser auch für die Folgen des Steinschlags. Oder wenn eine Führungsrolle beim Klettern übernommen wird und jemand einen Schwächeren zu einer Tour überredet bei der es zu einem Unfall kommt. Auch in diesen genannten Fall kann es auf Seiten des Führenden zu Schadenersatzverpflichtungen kommen.

Die Aufgaben der Haftpflichtversicherung:
Die Haftpflichtversicherung hat zwei Aufgaben bzw. Funktionen:

  1. die Abwehr von ungerechtfertigten Schadenersatzforderungen von Dritter Seite und
  2. die Bezahlung von gerechtfertigten Schadenersatzansprüchen

Somit unterliegt der Haftpflpflichtversicherung nebst der Bezahlung von Schäden auch eine wichtige Schutzfunktion vor ungerechtfertigten Schadenersatzforderungen von Dritten Personen. In Österreich sind allgemeine Sportarten (Breitensport) in jeder “Privathaftpflicht” inkludiert. Nicht versichert sind spezielle Sportarten wie der Flugsport, der Jagdsport oder auch gewisse “Extremsportarten”. Für diese genannten Sportarten gibt es eigene Haftpflichtversicherungen. Die Privathaftpflichtversicherung ist in den meisten Fällen in der Haushaltsversicherung inkludiert oder kann auch als Solovertrag (für Einzelpersonen) abgeschlossen werden.

Einige Tipps: Bei einer Sportausübung im Ausland (Urlaub) solle man unbedingt den örtlichen Deckungsbereich beachten. Hier wird zwischen Europa und Weltdeckung unterschieden. Ein Blick in die Polizze vor Urlaubsantritt ins Ausland beruhigt!

Mitversicherte Kinder im Rahmen der Privathaftpflicht in der Haushaltsversicherung:
Sehr oft wird übersehen wenn Kinder schon einer Tätigkeit nachgehen und noch zu Hause wohnen, dass diese dann nicht mehr automatisch bei den Eltern mitversichert sind! Im Regelfall sind Kinder wenn diese noch kein eigenes Einkommen haben bis zum 24 Lebensjahr mitversichert. Auch hier kann ein Check der Polizze einiges an Überraschungen in der Zukunft verhindern.

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Schulz Christian

“Home of the thinkers”

von am 15.06.2010 in Kategorie Marketing

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

es ist ein warmer, fast schwüler Morgen und es beschäftigt mich schon wieder etwas. Wie ja kürzlich beschrieben sind wir Marketingleute in unserem omnipräsenten, hochemotionalisierten Optimismus kaum zu erschüttern. Aber dann, heute morgen auf der Fahrt in die Arbeit, diese Nachricht im Radio:

„Eine Denkfabrik in den USA arbeitet am Thema: Lobbyismus zwischen Ölunternehmen und Senatoren“.
Zack, dass hat gesessen!

Wir Marketingleute sind ja wirklich die Herrn der zusammengesetzten Fremdwörter, aber dann ein ausschließlich deutsches Wort das mich beschäftigt: „DENKFABRIK“!

Was bitte soll denn eine Denkfabrik sein? Das Büro des Chefs? Eine Universität? Eine Schule?

Also – genau Sie denken richtig – wenn man´s nicht weiß, gibt man das Wort „Denkfabrik“ in der Suchmaschine seiner Wahl ein und: …“eine Denkfabrik ist ein nicht gewinnorientiertes Forschungsinstitut“ so steht´s da.
Und da denken Leute über Konzepte und Strategien nach und fördern die öffentliche Debatte. Aber fördern Sie damit auch das allgemeine DENKEN? Naja, egal.

In Amerika könnte man dann praktisch – in so einer Denkfabrik – darüber nachdenken, was es für Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hätte, wenn die Schulden welche die Amerikaner jährlich machen, also so 1,8 Billionen Euro – die Deutschen haben übrigens für den gleichen Schuldenberg schlappe 60 Jahre gebraucht – nicht mehr gemacht würden.

In Amerika denkt so eine Denkfabrik nun also über “Lobbyismus in Zusammenhang mit Ölkonzernen” nach. Na ja, ich kann nur hoffen, dass die Denkfabrik, die da denkt, auch irgendwelche Lösungsvorschläge in die Praxis umsetzen.

Aber eigentlich ist es doch irgendwie bedauerlich oder? Früher haben wir Menschen offensichtlich keine Denkfabriken gebraucht, sondern wir dachten selbst und für den Rest gab´s Philosophen.

Aber eigentlich sollten wir es alle sein und in jedem Unternehmen haben, eine Denkfabrik. Vielleicht wären wir dann weiter.

In diesem Sinne: “cogito ergo sum”.

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