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Artikel vom Juli 2010

Schulz Christian

Marketing, der Versuch einer Begriffsdefinition!

von am 20.07.2010 in Kategorie Marketing

Liebe Leserinnen und Leser,

einen Teil meiner Newsletter werde ich künftig auch bestimmten marketingtechnischen Fragestellungen widmen. Solchen Themen die entweder an mich gerichtet wurden oder die in Unternehmen immer wieder auftauchen. Sie beschäftigen viele Menschen in Unternehmen, aber kaum einer spricht´s lösungsorientiert und nachvollziehbar an.

Ich lade Sie herzlich ein mir Ihre Fragen zu mailen und mit mir auch darüber zu diskutieren.

Eine Frage die mir immer wieder gestellt wird ist wie ich denn Marketing definieren würde?

Ja, ich weiß: Mann kann´s in die Suchmaschine seiner Wahl eingeben (Siehe Newsletter „home of the thinkers” vom Juni 2010) und hinten kommt dann irgendwas raus. Aber hilft uns eine schlichte Marketingdefinition wirklich weiter, um Effektivität zu erreichen und Verständnis zu entwickeln?

Ich sage, es reicht nicht. Wenn ich die Frage nach einer Begriffsdefinition für Marketing stelle, muss ich gleichzeitig ausrufen: Wir brauchen mehr strategisches Marketing!!

Qualifiziertes und strategisches Marketing hat immer einen gesamtheitlichen Ansatz. In der Praxis bedeutet dies, dass es immer – vor allem zu Beginn von Projekten – zu Meinungsverschiedenheiten und vor allem zu Revierkämpfen führen kann. Jeder Betriebswirtschaftler fühlt sich leicht auf den Schlips getreten, wenn bspw. ein „Neuer“ in der Marketingabteilung eingestellt wird und die ersten Fragen sich um Ziele, den allseits beliebten businessplan und dergleichen drehen. Ganz so als hätte man sich dabei nichts überlegt.

Aber genau genommen geht´s nicht anders. Wir Marketingleute werden oftmals in die weit offene Werbeschublade gesteckt (auch wenn wir uns da ganz wohlfühlen!). Und wer sich dann, entweder nicht meldet oder nicht nachzufragen traut, der metzgert in Unternehmen oft am offenen Herzen und verbrennt Geld. Am Ende wird in vielen Unternehmen dann wieder falscher Weise am Marketingetat gespart und der Werber hockt da.

Die Fragen müssen gestellt werden, auch wenn sie manchmal unangenehm sind. Nur so können wir zielgerichtet vorgehen und am Ende ideenreich umsetzen.

Während des Studiums haben mir die Dozenten immer wieder gebetsmühlenartig gepredigt: „Ein Marketingmann kann sich nicht in jedem Bereich hundertprozentig auskennen, aber er hat die „Metasicht“ sprich: Er setzt sich immer wieder an den Tellerrand und sieht sich die Sache immer wieder von dort aus – im besten Fall aus Kunden- und Marktsicht – an. Letztendlich ist es der Job möglichst viele Informationen zu haben und diese so einzusetzen, dass am Ende etwas – in welcher Art und Weise auch immer – kreatives, kundennutzenorientiertes dabei rauskommt. Wenn dann auch noch ein Überraschungsmoment quasi „a magic moment“ dabei rauskommt, dann funktioniert es in der Regel.

Also, Marketing ist ein ganzheitlicher Ansatz um Konzepte, Strategien oder auch Produkte und Dienstleistungen für den Markt zu entwickeln, die das Unternehmen vertreibt oder vertreiben wird. Und am Ende steht eine Vermarktungsmaßnahme die das Unternehmen in seinem Wesen repräsentiert und den Kunden auf dem richtigen Informations- oder Absatzweg trifft. Basis aller Bemühungen ist eine vorhergehende Analyse der Rahmenbedingungen (daher auch die oben beschriebenen Fragen). Am Ende sollte die Überprüfung stehen und die Konzepte idealerweise angepasst werden.

Sicherlich fragen sich viele von Ihnen: „Gibt es idealtypisches Marketing?“

Idealtypisches Marketing? Ja ich glaube daran! Das gibt es. Es geschieht und kann unheimlich Energie freisetzen. Was zusammen kommen muss?

Chef, Produkteigner und Marketingmann müssen Ihre spezifischen Fähigkeiten einbringen, miteinander reden, denken, streiten und lachen können. Man muss bereit sein am Verständnis zueinander zu arbeiten und sich kontinuierlich zu entwickeln.

Was dann passiert?
Could be magic!

In diesem Sinne…

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Schneider Johannes

Betriebliche Altersvorsorge – Pensionsrückstellungen in Gefahr

von am 20.07.2010 in Kategorie Unternehmen

Anlässlich einer Betriebsprüfung im Jahr 2009 hat ein Betriebsprüfer die Anerkennung der Rückstellung für Pensionszusagen an zwei beteiligten Gesellschaftern (zu je 50%) verweigert.
Dies wurde vom UFS (Unabhängiger Finanzsenat) bestätigt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Pensionszusagen.
- Pensionszusagen welche dem Betriebspensionsgesetz (BPG) unterliegen (dies sind Zusagen die dem Arbeitnehmer im Rahmen eines privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber gemacht werden) und

- Pensionszusagen außerhalb des Betriebspensionsgesetzes (BPG) (Zusagen an Geschäftsführer welche keine Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit beziehen)

Bei oben genannten Fall handelte es sich um eine Zusage außerhalb des Betriebspensionsgesetzes

Das Betriebspensionsgesetz regelt unter anderem die Sicherung von Leistungen und Anwartschaften aus Pensionszusagen zur gesetzlichen Pensionsversicherung ergänzende Alters-, Invaliditäts und Hinterbliebenenversorgung.

Die Gründe der Nichtanerkennung der Rückstellung sind kurz zusammengefasst in der Widerrufsklausel für das Einstellen des Erwerbes künftiger Anwartschaften und weiterer Klauseln für das Aussetzen oder Einschränken des Erwerbes künftiger Anwartschaften bzw. des Erbringens zukünftiger Versorgungsleistungen zu sehen.

Dieser “Sieg” des Prüfers wird die Runde machen und bei weiteren Betriebsprüfungen könnte es daher – bei ähnlichen Klauseln – zu gleichen Prüfungsergebnissen kommen.

Es ist daher dringend anzuraten, Pensionszusagen an Begünstigte welche nicht dem BPG unterliegen von einem Experten in der betrieblichen Altersvorsorge prüfen zu lassen.

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