Fremdwährungskredite – Umstiegsangebote von Banken im Interesse von Konsumenten?

Artikel vom 18.05.2010, veröffentlicht in Kategorie Finanzierungen

Die Bemühungen der Banken und Sparkassen möglichst viele Kreditnehmer zu einer Konvertierung in den EURO zu bewegen erhalten durch die aktuelle EURO-Schwäche Rückenwind. Ein Großteil der Fremdwährungskreditnehmer wird mittels Brief zu einem persönlichen Termin in die Bank eingeladen. Dagegen ist selbstverständlich nichts einzuwenden, denn die Institute sind ja auch seitens der FMA (Finanzmarktaufsicht) dazu verpflichtet regelmäßig über die Entwicklung der Finanzierungen zu informieren. Dennoch ist größte Vorsicht geboten!

In welchem Interesse handelt die Bank?
Konsumenten sollten sich bei jedem Kontakt mit einem Geldinstitut die Frage stellen, mit welchem Gesprächsergebnis das Unternehmen einen Vorteil erzielen würde (dies gilt grundsätzlich für alle Unternehmen, die konkrete Produkte anbieten). Dabei ist es nur natürlich, dass auch Banken möglichst hohe Gewinne erzielen möchten und daher logischerweise versuchen jene Produkte an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, die sich für sie auch lohnen. Das darf man der Bank nicht übel nehmen, denn sie muss ja im eigenen Interesse bzw. im Interesse der Eigentümer (meist Aktionäre) handeln, um möglichst hohe Erträge für sie zu erzielen.

Umstiegsangebote von Banken als aktuelles Beispiel
Ein sehr gutes Beispiel sind Angebote einiger Banken, die für den Umstieg von einer Fremdwährungsfinanzierung in einen EURO-Kredit “besonders günstige Konditionen” gewähren. Dabei wird auf einmalige, geringfügige Spesen verzichtet, um den enstehenden Verlust bei Konvertierung nicht in den Vordergrund stellen zu müssen. Nicht selten werden bei solchen Umstellungen auch gewinnbringende Tilgungsträgerkonzepte abgebrochen und somit unwiderruflich zerstört bzw. Kapital von Konsumenten vernichtet.

Richtungsweisendes OGH-Urteil im Sinne von Konsumenten
Das aggressive Vorgehen der Geldinstitute, welche augenscheinlich im eigenen Interesse und somit gegen die Interessen der Kreditnehmer handeln, hat dazu geführt, dass Konsumenschutzorganisationen das Treiben genau überwachen. In diesem Zusammenhang ist es der Arbeiterkammer Tirol gelungen ein richtungsweisendes Urteil des OGH zu erreichen, welches für alle Kreditnehmer in ganz Österreich von Bedeutung ist. In dieser rechtskräftigen Entscheidung vom März 2010 wird es Banken u.a. untersagt Konditionen von Fremdwährungskrediten abweichend vom ursprünglichen Vertrag zu verändern bzw. Konvertierungen ohne Einwilligung des Konsumenten durchzuführen.

Sollten Sie daher von Ihrer Bank eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhalten bzw. schon erhalten haben, empfehlen wir Ihnen diesen Termin nicht wahrzunehmen, bevor Sie sich nicht ausführlich mit Ihrem AllfinanzCOACH® bzw. FinanzierungsBROKER® von KAPITAL & SICHERHEIT® beraten haben.

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