Warum die Börsenkurse (dadurch auch Fonds) derart schwanken

Artikel vom 14.09.2011, veröffentlicht in Kategorie Investments

Während der Finanzkrise 2007 / 2008 erlebten wir einen Ölpreissturz von 147 USD/Fass auf 36 USD/Fass. Das sind 75%. Im gleichen Zeitraum war der Ölverbrauch bzw. die Ölpreisnachfrage um 2% rückläufig. Die sich daraus resultierende seriöse Schwankung kann mit dem Faktor 5 – 10 berechnet werden. Konkret: 2% mal max. Faktor 10 = 20% Schwankungsbreite.

Wie bitteschön entstehen die restlichen 55% an Schwankung?!
Im wesentlichen gibt es dafür zwei Gründe:

  1. Billionen an weltweiten Investitionskapital auf “Pump” also mit geliehenem Geld! Während ein normaler Anleger, folgerichtig nur jenes Kapital einsetzt, welches ihm auch tatsächlich gehört, verhält sich dies bei Großinvestoren ganz anders. Großinvestoren haben die Möglichkeit mit 100-fachen Hebel (z.T. 1.000-fachen) zu agieren. Das bedeutet konkret, dass mit ausgesprochen wenig Eigenkapital und mit extrem viel Fremdkapital die Märkte bearbeitet werden.
  2. Mittels computergesteuerten und vollautomatischen Handelssystemen werden Limits und Stopps definiert, welche zu unbeabsichtigten Kettenreaktionen führen können. Wenn bspw. ein Limit gerissen wird, kommt es automatisch zu Verkäufen die wiederum zu Kursrücksetzern führen. Diese erneuten Kursrückgänge führen zu weiteren Limitunterschreitungen und so weiter und so fort …

Solange die in Pkt. 1 beschriebenen Möglichkeiten der Hebelgeschäfte nicht auf ein gesundes Maß reglementiert werden, müssen Anleger auch künftig mit erheblichen Schwankungen rechnen.

Schwankungen – in beide Richtungen. Also auchÜbertreibungen nach oben!

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