Frankenkredite – die SNB verteidigt die Untergrenze

Artikel vom 17.02.2012, veröffentlicht in Kategorie Finanzierungen

Seit mittlerweile 5 Monaten verteidigt die SNB (Schweizer Nationalbank) nun schon die im September letzten Jahres eingezogene Untergrenze des EUR/CHF-Kurses von 1,20. Eine besonders schwierige Prüfung des diesbezüglichen Durchhaltevermögens der Schweiz  wurde in den letzen Wochen eindrucksvoll bestanden als der Druck auf den EURO enorm zunahm und unsere Währung gegenüber dem US Doller und dem Japanischen YEN deutlich verlor. Gleichzeitig änderte auch der abrupte Rücktritt des in eine Affäre verwickelten Präsidenten Hildebrand nichts an der Politik der SNB. Dies beweist einmal mehr, dass man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen darf, dass die Schweizer Nationalbank auch in Zukunft eine Unterschreitung dieses Limits nicht zulassen wird.

Untergrenze könnte sogar angehoben werden

Vertreter der Schweizer Wirtschaft fordern schon lange eine Anhebung des Limits auf 1,30 bzw. sogar 1,35. Die znehmend schlechte eidgenössische Wirtschaftsentwicklung gibt ihnen dabei Recht. Dies könnte zur Folge haben, dass die SNB die Untergrenze auch tatsächlich noch oben zieht. Viele Experten halten das mittlerweile für unabdingbar und glauben, dass es nur mehr eine Frage der Zeit sei, bis dieser Schritt gesetzt werden wird.

Was bedeutet das für Frankenkreditnehmer?

All jene, die nach wie vor in Franken finanziert sind und sich nicht von der Bank dazu bringen haben lassen vorzeitig zu konvertieren können sich freuen. Denn wenn sie an das oben dargestellte Szenario glauben, werden sie weiterhin am extrem tiefen Zinsniveau profitieren und dürfen davon ausgehen, dass die aktuellen (fiktiven) Kursverluste durch einen schwächer werdenden Schweizer Franken wieder deutlilch verkleinert werden.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass viele Banken diese Entwicklung offensichtlich ignorieren und ihre Kunden nach wie vor sehr oft zur Konvertierung in den EURO drängen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass Banken kein Recht haben Kreditnehmer zu irgendeiner Änderung ihrer Fremdwährungsfinanzierung zu zwingen, wenn sie das nicht wollen.

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