Was ist von Garantieprodukten zu halten?

Artikel vom 17.02.2012, veröffentlicht in Kategorie Investments

Die Idee von Garantieprodukten ist im Grunde genommen eine gute Sache. Einerseits werden Renditen von 5 bis 15% p.a. geboten und im schlimmsten Fall wird immer noch die Einlage garantiert. Als Gegenleistung muss sich der Anleger auf eine fixe Laufzeit einlassen.

Obwohl es die unterschiedlichsten Varianten und Konstruktionen von Garantieprodukten gibt, haben sie dennoch eines gemeinsam. Die Produkte halten nicht bzw. nur äußerst selten was sie versprechen.  Durch die turbulenten Marktphasen sind die meisten Produkte längst unter Wasser, soll heißen “im Minus“. Die Anleger können das Minus nur verhindern, wenn sie das Produkt nicht kündigen und die Restlaufzeit brav einhalten bzw. aussitzen.

Es wäre jedoch eine Fehlannahme, dass nur die jüngste Finanzkrise für das Scheitern der Garantieprodukte verantwortlich wäre. Die Grantieprodukte sind im Jahre 2003 erfunden worden und konnten die positiven Marktphasen bis 2007 nachweislich trotzdem nicht nutzen. Warum dies? Die Finanzindustrie hat sich die Erfindung dieser Konstruktionen mit jedem Vertrag “hoch” bzw. “fürstlichbezahlen lassen. Da die meisten Garantieprodukte als Zertifikate auf den Markt gekommen sind, war es für die Produktanbieter sehr einfach zahlreiche innere Gebühren zu verstecken, welche auch bei positiven Ertragsverlauf die Gewinne aufgefressen haben.

Fazit: Auf den Kapitalmärkten gibt es nach wie vor keine “Eierlegende Wollmilchsau”

 

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