Pensionsvorsorge – das “demographische” Problem

Artikel vom 28.08.2014, veröffentlicht in Kategorie Allgemein

Mehr ältere Menschen stehen immer weniger jüngeren Menschen gegenüber. Die demografische Entwicklung hat auf fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Auswirkungen. Ganz besonders betroffen ist davon unser Pensionssystem.

Unser Pensionssystem ist ein sogenanntes “Umlageverfahren“.  Einfach erklärt zahlen die berufstätigen Bürger die Pensionen der Pensionsbezieher. Und genau hier liegt das große Problem, die Pensionen langfristig auf dem heutigen Niveau halten zu können. Die einzige Maßnahme die mir einfällt ist, dass die berufstätigen Menschen immer mehr zur Kassa gebeten werden – meiner Meinung nach ist diesbezüglich aber der Zenit erreicht. Die Probleme im Detail:

1. steigende Lebenserwartung – die Bevölkerung wird immer älter:

Die Lebenserwartung steigt im Durchschnitt um zwei Jahre pro Jahrzehnt. Derzeit liegt die Lebenserwartung bei Männern bei 77,7 Jahren und bei Frauen bei 83,1 Jahren.

Nach Angaben der Statistik Austria verschiebt sich die sogenannte “Alterspyramide” immer mehr in Richtung ältere Menschen. Aktuell sind 23 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt, im Jahre 2020 werden es rund 26 Prozent und ab ca. 2030 voraussichtlich mehr als 30 Prozent sein.  Das heißt im Klartext, die Anzahl der Pensionsbezieher steigt – es sind immer mehr Pensionen zu zahlen.

2. Geburtenrate  – es kommen immer weniger Junge nach:

Die Geburtenrate liegt derzeit in Österreich bei 1,44 Kindern pro Frau.

Lt. Statistik wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter bis 20 Jahre in den nächsten 20 Jahren nochmals abnehmen (rund 2 Prozent). Weiteres wird erwartet, dass die Anzahl der Menschen im Alter zwischen 20 bis 30 Jahren von rund 1,28 Millionen bis 2030 auf rund 1,16 Millionen fällt. Das wäre eine Reduzierung um fast zehn Prozent.

3. Längere Ausbildungszeiten:

Die Ausbildungszeiten haben sich gegenüber der Vergangenheit stark verlängert, dadurch verkürzen sich die Beitragszeiten der Pensionszahler. Diese Zeiten könnten nur durch einen späteren Pensionseintritt wieder gutgemacht werden. Diesbezüglich kann sich diejenigen freuen, die privat ausreichend vorgesorgt haben und dadurch die Möglichkeit/Freiheit haben, früher in Pension zu gehen.

Fakt ist: Immer weniger Erwerbstätige stehen aufgrund der demografischen Entwicklung immer mehr Pensionisten gegenüber. Das heißt, immer weniger Einzahler in das Pensionssystem stehen immer mehr Empfängern von Alterspensionen gegenüber. Bedenken Sie, bereits heute ist die Differenz vom Aktiveinkommen zur Pensionshöhe nicht unwesentlich.

Jeder, der im Alter nicht auf den zum Teil mühsam aufgebauten Lebensstandard verzichten will, oder selber entscheiden möchte wann er in den Ruhestand geht, sollte bzw. muss daher frühzeitig eine sinnvolle private Altersvorsorge aufbauen. Möglichkeiten dazu gibt es viele – fragen sie einfach Ihren Berater.

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