Wenn Wünsche in Erfüllung gehen…

Artikel vom 20.01.2015, veröffentlicht in Kategorie Allgemein

Etwa sieben Prozent der Weltbevölkerung sind derzeit Europäer. Diese erwirtschaften rund 25% des Weltwirtschaftsproduktes. Der europäische Anteil an allen weltweit erbrachten Sozialleistungen beträgt jedoch 50%. Dies geht mit einer enormen Überschuldung der europäischen Staaten einher. Wer wird für die Bewältigung dieses Desaster zur Kassa gebeten?

a) die Gruppe der 5% an super super Reichen des Landes
b) die Gruppe der vermögenden Normalbürger des Landes

Im nachfolgenden eine humorvolle Geschichte aus, frei übersetzt von “A Tax-cut Parable”, Chicago Tribune, 2001

Zehn Männer gingen jeden Abend miteinander essen. Ihre gemeinsame Rechnung betrug immer 100 Euro. Weil ihnen soziale Gerechtigkeit ein Anliegen war, bezahlten sie ihre Rechnung genau so, wie sie Steuern bezahlten. Die ersten vier Männer – die Ärmsten – bezahlten nichts. Der fünfte Mann zahlte 1 Euro, der sechste 3 Euro, der siebente 7 Euro, der achte 12 Euro, der neunte 18 Euro, und der zehnte (der reichste) 59 Euro.

So aßen sie jeden Abend und waren zufrieden. Eines Abends sagte der Besitzer des Restaurants: “Da Ihr so gute Kunden seid, gewähre ich Euch einen Preisnachlass von 20 Euro.” Fortan mussten sie also nur noch 80 Euro bezahlen.

Die Männer wollten ihre Rechnung auch weiterhin so wie ihre Steuern aufteilen. Für die ersten vier änderte sich nichts – sie durften auch in Zukunft gratis essen. Die weitere Aufteilung war jedoch schwierig: 20 Euro durch sechs ergibt 3,33 Euro pro Kopf. Wenn jedem der Zahlenden dieser Betrag gutgeschrieben würde, dann hätten der fünfte und der sechste Mann künftig für ihr Mahl bezahlt werden müssen. Der Restaurantbesitzer schlug deshalb vor, die Ersparnis gestaffelt aufzuteilen, wobei jene, die weniger zahlen, prozentuell stärker profitieren sollten. Und so geschah es.

Somit konnte auch der fünfte Mann künftig gratis essen. Der sechste ersparte sich einen Euro und somit ein Drittel, der siebente zahlte künftig 5 Euro, der achte 9 Euro, der neunte 12 Euro und der zehnte 52 Euro. Jeder war besser dran als zuvor.

Als die Männer an jenem Abend das Restaurant verließen, begannen sie jedoch zu streiten. “Ich habe nur einen Euro bekommen”, sagte der sechste und zeigte auf den zehnten, “er aber sieben.” “Das stimmt”, sagte der fünfte. “Auch ich bekomme nur einen Euro. Es ist unfair, dass der zehnte siebenmal soviel bekommt wie ich. Immer werden die Reichen bevorzugt.”

Da schrien die ersten vier Männer: “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System benachteiligt die Armen.” Schließlich verprügelten die neun Männer den zehnten.

Am nächsten Abend kam der zehnte nicht mehr zum Essen. Er hatte die Stadt verlassen. Also setzten sich die anderen neun, so wie jeden Abend, zu Tisch. Als dann die Rechnung kam, bemerkten sie – zu spät etwas sehr Wichtiges: Sie konnten sie bei weitem nicht begleichen. Dafür hatten sie um 52 Euro zu wenig.

Fazit: Natürlich werden all jene zur Kassa gebeten, welche sich nicht vorher aus dem Staub gemacht haben. Also vermutlich die Gruppe der vermögenden Normalbürger (ja “Sie” liebe Leser), welche nicht so einfach die Region verlassen können oder wollen. 

Jedoch ist es möglich Vermögenswerte zu schaffen welche nicht so leicht bzw. einfach “besteuerbar bzw. wegnehmbar sind“. Denken Sie einmal in Ruhe darüber nach. 

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