Interessanter Einstiegszeitpunkt?

Die wichtigsten internationalen Börsen haben Anfang des Jahres ihre historischen Höchststände erreicht. Mittlerweile gab es bereits die erwartete Korrektur bzw. befinden wir uns mittendrin. Nun stellt sich die Frage ob es sich aktuell um einen guten Einstiegszeitpunkt handeln könnte.

Inhaber von monatlichen Ansparplänen haben es leicht

All jene, die über monatliche Ansparpläne in Investmentfonds (das gilt auch für fondsgebundene Lebensversicherungen) mit einer voraussichtlichen Laufzeit von mehr als zehn Jahren verfügen, müssen über diese Frage nicht nachdenken. Grundsätzlich gibt es hier für den Start keinen “optimalen” Zeitpunkt – Hauptsache man startet überhaupt und dabei gilt “so früh wie möglich”. Aufgrund der regelmäßigen Einzahlungen ergibt sich der sog. Cost Average Effekt. Das bedeutet, dass man in Phasen tieferer Kurse automatisch mehr Anteile erwirbt, was sich später bei steigenden Kursen positiv auswirkt. Viele Anleger, die solche Ansparpläne bereits seit mehr als fünf Jahren besparen, können das positive Ergebnis an der Entwicklung ihres Investments bereits ablesen.

Grundsätzlich in der Korrektur einsteigen

Bei der Veranlagung von größeren Einmalbeträgen in den Aktienmarkt sollten die schon immer geltenden Grundregeln “freies Kapital“, “langer Veranlagungshorizont” und “möglichst breite Streuung” eingehalten werden. Erst wenn diese Punkte erfüllt sind sollte man sich mit dem Einstiegszeitpunkt auseinandersetzen. Diesbezüglich gilt die einfache, aber in der Praxis schwierig umzusetzende Regel “in der Korrektur einsteigen“. Das ist aus psychologischer Sicht nicht so einfach, denn wer investiert schon gerne in einen fallenden Markt? Außerdem kann man ja nicht wissen wie lange die Korrekturphase dauert bzw. wie weit die Kurse noch absinken können. Aus diesem Grund bietet sich auch bei größeren Beträgen eine Aufteilung des Kapitals an, welches dann in mehreren Tranchen investiert werden kann.

Wann handelt es sich um einen interessanten Einstiegszeitpunkt?

Generell sollte man mit diesbezüglichen Empfehlungen von sog. “Experten” äußerst vorsichtig umgehen. Denn in Wirklichkeit weiß niemand wann der Einstiegszeitpunkt ideal ist. Grundsätzlich gilt aber, dass der Zeitpunkt der Veranlagung umso wichtiger ist je kürzer die geplante Haltedauer bzw. Laufzeit sein soll. Im Umkehrschluss ergibt sich daraus, dass bei langfristig geplanten Investments (z.B. zur Pensionsvorsorge) der Investitionszeitpunkt nur mehr eine geringe Rolle spielt.

Für die aktuelle Marktlage gilt, dass die Börsenwerte nach einer starken Aufwärtsbewegung in eine Korrekturphase eingetreten sind. Nun ist es eine Frage der Zeit bis die Kurse wieder steigen werden, wobei dringend zu beachten ist, dass die Werte bis dahin selbstverständlich auch noch fallen könnten.

Ridißer Johann Autor:
Datum: 24.06.2015
Kategorie: Investments

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