Blaues Wunder bei den Kontogebühren

Blaues Wunder bei den Kontogebühren

Artikel vom 21.03.2016, veröffentlicht in Kategorie Allgemein

Hand aufs Herz – wieviel darf Ihrer Einschätzung nach ein Konto pro Monat kosten?
Einige unter Ihnen werden jetzt anmerken, dass diese Dienstleistung im Grunde genommen gratis erfolgen sollte. Schließlich bedeutet die Einlage für die Bank einen erheblichen Mehrwert, da ja auch keine Zinsen gezahlt werden und es künftig vielleicht sogar Minuszinsen geben wird.

Die tatsächlichen Kosten für die Kontoführung sind denkbar unterschiedlich in Österreich. Und hier geht es nicht um Cent-Beträge sondern um richtig viel Geld. Natürlich gibt es dabei verschiedene Bausteine. (=Bankomatkarte, Gebühr pro Transaktion, Überziehungsgebühren, etc.)

Besonders gefährdet sind jene Konten, welche bereits über viele Jahre existieren. Bei diesen Konten gibt es meiner Einschätzung nach die größten negativen Überraschungen. Aber auch im Hinblick auf die heutige Zeit, wo viele Menschen aus Sicherheitsgründen bzw. Streuungsgründen zurecht über mehrere Konten verfügen, ergeben sich enorme Gesamtbeträge für die Kontoführung. Darüber hinaus werden viele Konten bereits mit Sub-Konten (Unterkonten) angeboten, welche natürlich auch Geld kosten.

Ich rate Ihnen dringend zu folgenden Maßnahmen:

  1. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Konto-Kosten. Dabei empfehle ich einen Zeitraum von 12 Monaten (also zB das Jahr 2015) via Internetbanking zu analysieren. Sie können bei jedem Internet-Banking-Zugang die Umsätze downloaden. Im Excel bspw. sind diese dann ganz leicht sortierbar und Sie werden staunen welche bzw. wieviele unterschiedlichen Konto-Kosten-Positionen es über ein ganzes Jahr hinweg gibt.
  2. Überprüfen Sie die Sinnhaftigkeit einer Anpassung bei den bestehenden Konten. (= Nachverhandeln, Tarifumstellungen, Leistungen einschränken, …)
  3. Beschaffen Sie sich ein Konto mit keinen oder geringen Kosten. Aktuelles Beispiel hier für 1,99 EUR pro Monat inkl. Bankomatkarte.

Nur wenn Sie sich die aktuellen Kosten Ihrer Konten “konkret und ganz genau” vor Augen führen, werden Sie erkennen können um welchen Betrag es sich handelt! Seien Sie nicht überrascht, wenn sich in Ihrem Haushalt dadurch eine Urlaubswoche mehr oder weniger pro Jahr ausgeht.

Für mich ist es nicht einzusehen, dass ich den Banken auch nur einen einzigen Euro schenke, wenn es vermeidbar ist. Das ist eine Prinzipien-Angelegenheit. Und hier geht es um erhebliche Summen. Viel Erfolg.

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