OGH Entscheidung - keine Negativzinsen bei Verbraucherkrediten

Berechnung der Kreditzinsen – erste Reaktionen

Artikel vom 22.06.2017, veröffentlicht in Kategorie Finanzierungen

Bezug nehmend auf den letzten Beitrag bezüglich Negativzinsen OGH Urteil haben einige Banken schon reagiert.

Zur Erinnerung – der OGH stelle fest, dass vereinbarte Zinsaufschläge immer mit dem variablen Indikatorwert zu addieren sind – auch dann, wenn der Indikatorwert (Libor, Euribor, …) negativ ist:

  • ergibt sich aus der Addition der Zinsaufschläge und des negativen Indikatorwertes ein positiver Prozentsatz, stellt dies den Wert der Verzinsung des Darlehens dar
  • ergibt sich aus der Addition ein negativer Wert, dann ist der Zinssatz mit Null anzusetzten – d.h. es sind keine Zinsen mehr zu zahlen (ein eher unwahrscheinlicher Fall, da die Kreditaufschläge meist zwischen 1% bis 2% liegen)

Dazu ein Rechenbeispiel mit aktuellen Referenzzinssätzen:

3 M Euribor 3 M Libor CHF
Indikatorwert per 01.06.2017 -0,329% -0,7296%
Zinsaufschlag lt. Kreditvertrag 1,250% 1,250%
Summe 0,921% 0,520%
zu zahlender Zinssatz*: 1,00% 0,50%
*kaufmännische Rundung auf volle 0,125 Prozentpunkte

Die Generali Bank war eine der ersten, die auf dieses Urteil reagiert haben. Alle Kreditkunden erhalten die zuviel einbehaltenen Zinsen im  Laufe des Jahres inkl. der gesetzlich vorgeschriebenen Zinsen refundiert. Andere Banken werden ebenso reagieren, sollten diese den Referenzzinssatz mit Null verwendet haben.

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