Rückzahlung von zuviel bezahlten Darlehenszinsen

Rückzahlung von zuviel bezahlten Darlehenszinsen

Im Herbst haben die ersten Banken begonnen, bei Verbraucherkrediten die Zinsberechnung umzustellen und in der Rate zu berücksichtigen. Somit werden nun negative Indikatorwerte (Euribor aktuell -0,35111) automatisch an den Kreditnehmer weitergegeben.

Sollten historisch zu viel Zinsen bezahlt worden sein,  werden diese den Kreditkunden als Ausgleich zurückbezahlt bzw. dem Konto gutgeschrieben. Bei einigen Banken dürfte es zwar noch ein wenig länger dauern, aber sofern Kreditinstitute bei Verbraucherkrediten im Zeitraum ab Februar 2015 im Indikator eine Untergrenze bei 0% eingezogen haben, ist das Kreditinstitut zur Rückzahlung verpflichtet. Das hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in mehreren Verfahren und eben auch wieder aktuell bestätigt. Dem müssen die Kreditinstitute nun Folge leisten.

Ist ein Handeln von Seiten des Kreditnehmers erforderlich?

Man kann nun mit einer gewissen Ruhe auf die bisherigen Verzögerungen blicken. Ein aktives Nachfragen des Kreditnehmers schadet aber sicherlich nicht. Man geht davon aus, dass die Zahlungen in diesem Jahr, spätestens im ersten Quartal 2018 erledigt werden.

Für den Fall, dass sich das Prozedere auffallend lang verzögert, empfehle ich auf jeden Fall zu handeln. Die Verjährungsfrist beträgt nämlich drei Jahre.

Auch wenn ein Kredit bereits vollständig zurückbezahlt wurde müssen zuviel bezahlte Zinsen rückvergütet werden. In solchen Fällen ist besonders darauf zu achten, dass dies auch wirklich erfolgt.

Wenn Sie sich unsicher sind ob Ihre Bank die Zinsen richtig berechnet hat stehen wir jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung.

Schneider Johannes Autor:
Datum: 24.10.2017
Kategorie: Finanzierungen

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