Die 9 größten Fehler bei einer Immobilienfinanzierung - Teil 4: Eigenkapital falsch beurteilt

Die 9 größten Fehler bei einer Immobilienfinanzierung – Teil 4: Eigenkapital falsch beurteilt

Artikel vom 25.01.2018, veröffentlicht in Kategorie Finanzierungen

Das Eigenkapital ist ein wichtiger Baustein bei jeder Immobilienfinanzierung. Je höher das Eigenkapital ist, desto bessere Karten hat man bei den Verhandlungen mit den Banken. Einfach gesagt – je mehr Eigenkapital vorhanden ist, umso besser ist der Zinssatz.

Zum Eigenkapital zählen nicht nur Geldwerte, sondern auch vorhandene Bausparverträge, Lebensversicherungen, Grundstücke, Liegenschaften, Wertanlagen etc.

Wie viel vom vorhandenen Eigenkapital (wenn genügend vorhanden ist) man dann im Rahmen der Finanzierung in die Schlacht wirft, sollte genau durchgerechnet werden. Je höher das Eigenkapital, desto geringer der Kredit. Es macht oft Sinn, nicht alles der finanzierenden Bank offen zu legen und somit auch zu binden.

Eine Bedingung für eine solide Finanzierung ist, dass Eigenkapital in der Höhe von ca. 20% bis 30% vorhanden sein sollte.  Dies wird auch von vielen Banken verlangt, welche im Rahmen der Finanzierung  den Darlehensbetrag mit ca. 120% im Grundbuch sicherstellen.  Natürlich gibt es auch Fälle, welche von Banken zu 100% finanziert werden – dies sind aber eher die Ausnahmen.

Nachfolgend einige Fehler bei diesem Thema:

  • Wenn genug Eigenkapital vorhanden ist, wird oft der Fehler gemacht, dass der neu finanzierenden Bank alles gegeben bzw. offengelegt wird – und somit keine Reserven für das tägliche Leben mehr bleiben.
  • Falsche Verhandlungsstrategie bei den Banken – die Höhe des Eigenkapitals ist ein wesentlicher Barometer bezüglich Zinsaufschlag. Um den besten – möglichst niedrigen Zinsaufschlag zu bekommen, muss man genau wissen, wo die absoluten Schmerzgrenzen dieser liegen.
  • Ist generell wenig Eigenkapital vorhanden und man hat vor, sich eine Immobilie zu kaufen, ist es sehr wichtig im Vorfeld mit einem unabhängigen Experten abzuklären wie hoch die Finanzierung einen Sinn macht. Erst dann macht man sich auf die Suche nach seiner Wunschimmobilie.

Ein wichtiger Tipp für alle, die noch “jünger” sind: verpflichten Sie sich zum Sparen über langfristige monatliche Sparformen (wie zum Beispiel Fondssparpläne oder Lebensversicherungen). Sie haben damit in der Zukunft die weitaus besseren Karten, wenn dann eine Finanzierung benötigt wird.

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