Angst vor Verlusten - Angst vor der Altersvorsorge

Angst vor Verlusten – Angst vor der Altersvorsorge

Man kann es fast nicht glauben, aber laut einer Meldung der RWB Group arbeiten die Menschen in unserem Nachbarland Deutschland anscheinend im Alter lieber, anstatt sich rechtzeitig um die Vorsorge zu kümmern. Jeder dritte Deutsche glaubt, dass seine Pension nicht ausreicht und er durch Arbeit im Ruhestand etwas dazuverdienen muss. Gleichzeitig verzichtet aber jeder dritte Deutsche darauf, rechtzeitig Geld für seine Pension zu sparen.

Für dieses Versäumnis gibt es zwei Hauptgründe. Entweder wird das Geld in jungen Jahren lieber ausgegeben. Oder es ist die Angst vor Verlusten.

Bei uns in Österreich ist es nicht anders. Österreich ist ein Land der Sparbuch-Sparer. Die Mehrheit der Österreicher legt Ihr Geld auf Sparbücher.  Rund 244,5 Milliarden Euro des österreichischen Geldvermögens sind in Sparbüchern veranlagt. Und fast alle wissen, dass Sparbuchgeld durch die Niedrigzinsen teuer veranlagtes Geld ist.

Dabei kann Sparen ganz einfach sein – vorausgesetzt man wählt das richtige Produkt. Das gewählte Produkt entscheidet, welche Rendite erwirtschaftet wird. Dazu ein einfacher Vergleich.

Wenn jemand im Alter von 30 Jahren beginnt und bis zu seinem 65. Lebensjahr monatlich 100,- Euro auf ein Konto ohne Verzinsung legt, so ergibt dies eine Summe von 42.000,- Euro (ohne Berücksichtigung der Inflation).

Mit einem Aktienfonds Schwerpunkt Deutschland (DAX) wären daraus bei einer jährlichen Wertsteigerung von 7,7% ganze 201.700,- Euro geworden (Quelle: Fondsverband BVI).

Aus diesem einfach Vergleich kann man ablesen, dass neben der Auswahl der richtigen Strategie auch der Zeitraum – also die Dauer des Sparplanes – ein entscheidender Faktor ist. Ein langer Zeitraum minimiert das Risiko von Verlusten erheblich. Wenn man sich die Historie des DAX ansieht, so gab es keinen einzigen 12-Jahreszeitraum, in dem Anleger Verluste eingefahren hätten.

Genau diese – bei entsprechender langfristiger Strategie unbegründete – Angst vor Verlusten ist es aber, die Menschen sehr häufig davon abhält, in anderen wesentlich lukrativeren Sparformen als in ein Sparbuch anzusparen und damit sinnvoll für die Zukunft vorzusorgen.

Schneider Johannes Autor:
Datum: 12.09.2018
Kategorie: Investments

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